Mein neues Buch

Natürlich alles künstlich

Was künstliche Intelligenz kann und was (noch) nicht – KI erklärt für alle

KI ist schon heute überall in unserem Alltag angekommen.
Nur wenn wir uns schlau machen, haben wir eine Chance, mitzubestimmen, wohin die Reise geht.

Neuronale Netze

Sie sind die Kern-Technologie hinter vielen KI-Anwendungen. Wie funktionieren sie - und wo stoßen sie an ihre Grenzen?

Kreativität

KI malt Gemälde, schreibt Artikel und komponiert Musik. Wie viel Kreativität steckt wirklich dahinter?

KI-Fakes

Gesichter in Videos täuschend echt austauschen? Kein Problem für KI. Wie geht das - und worauf müssen wir uns gefasst machen?

SMART CAR

Selbstfahrende Autos

KI kann sich schon selbst Brettspiele beibringen - wie weit ist es noch bis zum komplett autonomen Auto?

Natürlich alles künstlich?

Wie schlau ist KI wirklich?

Ohne Künstliche Intelligenz würde unser Leben nicht mehr so funktionieren wie heute: Aus Arbeit, Kommunikation, Fortbewegung, Medizin und Wissenschaft ist KI längst nicht mehr wegzudenken. Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction klang, ist heute zum Teil schon Realität. Aber wie genau funktioniert KI eigentlich?

Darum geht es in meinem Buch. Ohne Formeln und langatmige technische Abhandlungen, dafür mit einer Menge Abbildungen checken wir, wie Künstliche Intelligenz im Computer entsteht, wo sie eingesetzt wird, wie sie lernt und warum neuronale Netze so einen unglaublichen Hunger auf Daten haben.

Mit vielen Beispielen aus dem Alltag erkläre ich, wo die Grenze liegt zwischen dem menschlichen Denken und einer aus Einsen und Nullen programmierten Intelligenz.

Dieses Buch ist eine rasante Entdeckungsreise in die Zukunft des Denkens, Lebens und Lernens – eine Zukunft, die schon längst vor der Haustür steht und uns alle angeht.

Deep Fakes, Language Models, selbstfahrende Autos & Co.

Mach dich fit
für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Was mir wichtig ist

Künstliche Intelligenz ist unausweichlich

Forschung lässt sich nicht aufhalten. Nur wenn wir Bescheid wissen, können wir mitreden und mitbestimmen. Sonst tun das andere für uns.

Wer bestimmt das Spiel?

Oft sind es große Firmen mit immensen finanziellen Mitteln, die KI in unseren Alltag bringen. Die Kern-Technologien dahinter stammen zu einem großen Teil aber auch aus Europa.

Bildung ist der Schlüssel

So selbstverständlich wie wir heute Mathe, Biologie oder Erdkunde in der Schule lernen, sollten wir uns auch in Sachen KI schlau machen.

KI bringt uns allen Chancen

Gerade in der Medizin ist es dank KI möglich, Patienten noch viel individueller zu behandeln. KI als Assistenzsystem für Ärzte hat großes Potenzial. 

KI ist weder gut noch böse

KI, die einen eigenen Willen hat und sich gegen die Menschheit richtet, ist Science Fiction. Bis dahin liegt es an uns Menschen, wie wir KI einsetzen.

Dr. Philip Häusser - Foto: Christian Kaufmann

Kurz-Interview

Fragen an Philip

KI ist nicht klar definiert. Mehr oder weniger jedes Computerprogramm, das eine Entscheidung trifft, könnten wir „künstlich intelligent“ nennen – etwa eine Taschenrechner-App, die schneller rechnen kann als ein Mensch. Vermutlich sind wir uns aber einig, dass ein Taschenrechner noch nicht intelligent ist. Viel gibt es seit einigen Jahren zu hören über künstliche neuronale Netze. Das sind Computermodelle, die inspiriert vom menschlichen Hirn trainiert werden können, bestimmte Aufgaben zu lösen: Bilder erkennen oder Texte übersetzen. Das kommt unserem Verständnis von Intelligenz vielleicht schon näher – aber auch hier gibt es Grenzen, die erstaunlich schnell wieder an den Taschenrechner erinnern. Bittet man einen Taschenrechner, einen Satz zu übersetzen, scheitert man genauso, wie wenn man von einem neuronalen Netz, das Bilder erkennen kann, verlangt, es möge doch jetzt Schach spielen. Wie genau all das funktioniert und wo dann doch die entscheidenden Durchbrüche bevorstehen, das zeige ich in diesem Buch.

Künstliche Intelligenz ist schon heute überall um uns herum – ob im Smartphone, das Sprache erkennen und Fragen beantworten kann oder in Apps, die in Echtzeit Gesichter in Videos fotorealistisch austauschen. Als jemand, der einen kleinen Teil zur Forschung rund um KI beigetragen hat, sehe ich es als meine Pflicht als Wissenschaftler, zu erklären, wie all das eigentlich funktioniert – damit das Wissen nicht nur ein paar Leuten vorbehalten bleibt, sondern jede und jeder mitreden kann. Und bei alldem bin ich immer wieder begeistert, wie unsere eigene “natürliche Intelligenz” funktioniert.

Die absolute Mehrheit der sogenannten KIs, denen wir heute begegnen, sind kaum in der Lage, abstrakte Konzepte zu verstehen. Es sind reine Korrelations-maschinen. Ich zeige in meinem Buch, wie kreativ und intelligent sie wirklich sind.

Wir in Europa stehen nicht mit leeren Händen da. Aber es gibt eben kein europäisches Google, Facebook, Microsoft, Tesla, Amazon, Alibaba, NVIDIA, Tencent, Qualcomm oder OpenAI. Ich sehe hier vier zentrale Fragen: Infrastruktur, Daten, Investmentkultur und Talent-Pool. Und wir brauchen ein neues Bewusstsein für Daten, das nicht auf Angst basiert, sondern auf einem klaren Verständnis von modernem Datenschutz, aber auch vom Wert der Daten.

Wir könnten wahrscheinlich viel träumen und fantasieren, wie KI in Zukunft die Welt verändern wird. Es wird einiges an Technologie brauchen um sicher zu stellen, dass dabei der Mensch weiterhin mit seinen Werten die Kontrolle hat. Mich faszinieren oft aber viel naheliegendere Szenarien: Wenn etwa KI Ärzten hilft, Patienten besser individuell zu behandeln. Nur durch KI können gigantische Datensätze durchforstet werden um einem bestimmten Patienten mit spezifischen Eigenschaften auf statistischer Basis eine personalisierte Therapie vorzuschlagen. Diese Art von Assistenzsystemen kann nicht nur Ärzte in naher Zukunft auf eine nie dagewesene Art unterstützen und uns allen hoffentlich zugute kommen.

Wem vertrauen wir im Internet und wem in der echten Welt? Schon heute gibt es in manchen Kameras „Authentizitätssiegel“, die lückenlos beglaubigen, dass ein Foto vom Chip einer zertifizierten Kamera aufgenommen wurde und ohne Manipulation des Bildinhalts angezeigt wird. Derartige Authentifizierungsketten müssen ausgebaut werden, damit wir auch in Zukunft nachvollziehen können, wer welchen Inhalt erstellt hat – welcher Mensch oder welche KI.

Ich bin der Meinung, die Politik als Vertretung mündiger Bürger sollte klare Regeln aufstellen. Doch dazu brauchen Politiker, aber auch Wähler ein grundlegendes Verständnis von technologischen Möglichkeiten. Plattformen, die Inhalte verbreiten, werden heute schon in die Pflicht genommen, bestimmte Inhalte einzuschränken, etwa Rassismus oder Hass-Posts. Aber auch manipulierte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen sollten selbstverständlich dazugehören.

Es ist nur menschlich, Angst vor dem Unbekannten zu haben, Angst vor einer Transformation, von der wir noch nicht sagen können, ob sie zum Guten oder zum Schlechten tendiert. Wird in Zukunft natürlich alles künstlich intelligent sein? Oder besinnen wir uns jetzt erst recht auf das, was uns Menschen ausmacht, finden eine neue Bewunderung für unsere bemerkenswerten menschlichen Fähigkeiten und gestalten den unausweichlichen Entwicklungsprozess künstlicher Intelligenz gemeinsam? Wir alle haben es in der Hand.

Dankeschön!

Die Nachricht ist unterwegs.